ZILCH + MÜLLER INGENIEURE

ISO 9001 – langweiliges Soll oder
interessante Erfahrung?


Özge Gül, Qualitätsreferentin bei ZM-I

Interview mit Herrn Jens Heimburger, Projektgruppenleiter ZM-I

Herr Heimburger, seit 2016 ist ZM-I gemäß der DIN EN ISO 9001:2015 Richtlinien zertifiziert. Ein Prozess, bei dem die Mitarbeiter von ZM-I sehr stark involviert wurden. Sie haben an verschiedenen Workshops im Rahmen der Zertifizierung teilgenommen.


Welche Zielsetzung hatte das Projekt DIN EN ISO 9001:2015?

Mit der Zertifizierung verfolgten wir folgende Ziele:
  • Die Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit
  • Die Verbesserung der Kundenzufriedenheit
  • Die Anknüpfung an bestehendes Wissen
  • Die Risikoreduzierung

Mit welchen Erwartungen sind Sie in das Projekt gegangen?

Ich war schon etwas vorbelastet, da ich bei meinem vorherigen Arbeitgeber neben meiner täglichen Projektarbeit mit dem QM-Prozess beauftragt gewesen war. Deshalb war ich positiv überrascht als ich sah, dass ZM-I eine Mitarbeiterin ausschließlich für den QM-Prozess bereitstellte. Eine Entscheidung, die sich bewährte. Frau Gül, unsere Qualitätsreferentin, konnte sich voll und ganz auf das QM-Projekt konzentrieren und ging sehr konkret und gezielt auf die einzelnen Meinungen und Optimierungsvorschläge ein. Wir hatten das Gefühl, dass unsere Meinung wichtig war und ernst genommen wurde.


Welche Erfahrung haben Sie persönlich aus dem Projekt gezogen?

Ich empfand es als sehr wertvoll, dass wir, d.h. alle Projektgruppenleiter, von Anfang an miteinbezogen wurden. Am stärksten waren wir in das Thema Projektabwicklung involviert. Jeder Projektgruppenleiter wurde der thematisch passenden Gruppe zugeordnet. Für uns bot sich damit die Gelegenheit, die Projektabläufe kritisch zu betrachten und Optimierungsvorschläge zu erarbeiten. Dieser Prozess war sehr spannend, zumal das Projekt von sehr engagierten und teilweise hitzigen aber konstruktiven Diskussionen lebte.

Wir Mitarbeiter hatten in diesem Projekt die Chance, Themen an die Geschäftsführung heranzutragen, die vor dem QM-Projekt noch nicht komplett reibungslos verliefen.

So waren z.B. die Schnittstellen zwischen den einzelnen Abteilungen ein großer Kritikpunkt. Die Geschäftsführung nahm unsere Kritik positiv auf und unterstützte uns dabei, die Abläufe zu optimieren.


Gab es Überraschungen, mit denen Sie nicht gerechnet hätten?

Die Diskussionen waren teilweise sehr vehement. Das hat mich erstaunt, zeigte mir aber auch wie ernst das Thema genommen wurde. Auch die Art und Weise wie detailliert das Projekt angegangen wurde, hat mich beeindruckt. Es ging nicht um das Zertifikat als solches, sondern tatsächlich um die Optimierung und Weiterentwicklung der Prozesse. Das lief unter Frau Güls Koordination wirklich hervorragend.


Wie sieht der Alltag mit den neuen QM-Richtlinien aus?

Die Herausforderung besteht jetzt darin, mit dem Mehraufwand in der Dokumentation zu leben. Es wird sicher zunächst etwas aufwändiger sein, die neuen Regelungen in den täglichen Projektalltag zu integrieren. Aber es ist wichtig. Die Hauptherausforderung der Qualitätsreferentin ist es jetzt, die Mitarbeiter am Ball zu halten und weiterhin zu motivieren, die vereinbarten Dokumentationen auch abzuliefern.

Özge Gül, Qualitätsreferentin bei ZM-I

Qualität ist kein Zufall 
„Unser oberstes Ziel ist es, alle Tätigkeiten von Anfang an richtig auszuführen. Aus diesem Grund setzen wir uns mit unseren Arbeitsabläufen auseinander und bauen auf intensive Kommunikation sowie permanenten Erfahrungsaustausch.“

Özge Gül
Qualitätsreferentin bei ZM-I 


Was bedeutet
VgV-Verfahren?

Die Vergabeordnung (VgV) ist eine Rechtsverordnung, die das Verfahren bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen regelt. Hier werden Abfragen hinsichtlich Qualifikation und Qualitätsmanagement anhand eines Punktesystems bewertet. Ein professionelles QM ist bei Ausschreibungen mittlerweile ein wichtiges Kriterium.