Feuer und Flamme für Sicherheit

Feuer und Flamme für Sicherheit

Brandschutz

Feuer und Flamme für Sicherheit

Brandschutz wird immer wichtiger – daher haben wir eine eigene Einheit gegründet, die ZM-I Fire + Risk GmbH.

Brandschutz ist ein entscheidender Faktor in der modernen Bauwelt.

Dipl.-Ing. (FH) Samir Selman (Teamleiter ZM-I Fire + Risk GmbH) über alte und neue Herausforderungen beim Brandschutz.

Brandschutz scheint das große Thema unserer Zeit. Warum ist das so?

Es geht um Sicherheit. Denken Sie an 1996, als es bei Bauarbeiten am Flughafen Düsseldorf 17 Tote gab. Das war der Auslöser, die Rechtsgrundlagen zu überarbeiten und zu verschärfen. Seitdem ist Brandschutz in aller Munde. Trotzdem kommt es immer wieder zu Tragödien.

Trotzdem meinen viele, die Anforderungen seien zu hoch. Stimmt das?

Die Anforderungen sind nicht zu hoch, es geht darum, sie rechtzeitig zu beachten.

Was hat Sie zum Brandschutz gebracht?

Ich bin klassischer Bauingenieur, Statiker. Nach zehn Jahren Berufstätigkeit wollte ich mich verändern in Richtung Brandschutz. Die Kombination aus Recht und Technik war sehr interessant. Normen sind technische Regeln. Während das Baurecht ein Gesetztext ist, anders geschrieben als eine technische Norm.

Sie müssen also den Sinn hinter den Worten erkennen?

So ist es. Auch wenn man so lange dabei ist, stolpert man immer wieder über bestimmte Formulierungen und fragt sich, was dahintersteckt.

Welche Felder deckt der Brandschutz ab?

Es gibt zwei große Felder: der konstruktive und der vorbeugende Brandschutz. Den konstruktiven übernehmen die Tragwerksplaner. Wenn eine Stahlbetonplatte 90 Minuten im Brandfall halten muss, wissen sie, welche Abmessung (oder welche Deckenstärke) gewählt werden muss und wie viele Zentimeter die Betondeckung aufweisen muss – und der Brandschutzplaner erklärt, warum die Decke 90 Minuten halten muss. Er bestimmt die Anforderungen. Der konstruktive Brandschutz wurde bei ZM-I schon länger angeboten, nun kommt der vorbeugende hinzu – und jetzt ist das Paket rund.

Ein rundes Paket: vorbeugender und konstruktiver Brandschutz.

Und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Fachteams der Gruppe?

In Zusammenarbeit mit der ZM-I Diagnostic und ihrer Bauteiluntersuchung können wir ganze Pakete anbieten, etwa wenn Bestandsgebäude umzuplanen sind. Dann fragt man nicht nur nach den Baugenehmigungen, sondern auch danach, ob es richtig gebaut ist. Wir stellen einen Untersuchungsauftrag nach Bauteildicke, Betonüberdeckungen, Druckfestigkeit, Schichten und Materialien: Die perfekte Grundlage für unsere Bewertung. Das können nicht alle.

In Zusammenarbeit mit der ZM-I Diagnostic und ihrer Bauteiluntersuchung können wir ganze Pakete anbieten. Wenn z.B. ein Bestandsgebäude umzuplanen ist, stellt sich nicht nur die Frage nach Baugenehmigungen und Anforderungen, sondern auch, ob es richtig gebaut ist.

Sie meinten, alles sei interessant. Gibt es trotzdem Projekte, die sie besonders gerne bearbeiten?

Hochhäuser und Versammlungsstätten, also dort, wo Brandschutz eine besondere Rolle spielt, bei den Gebäuden und der Personensicherheit.

Am Brandschutz ist alles spannend. Von der Bewertung eines Dachflächenfensters bis hin zu Hochhäusern und Versammlungsstätten, also dort, wo Brandschutz eine besonders wichtige Rolle spielt.

Und die große Philosophie hinter dem Brandschutz?

Feuer lässt sich nicht verhindern, aber falls es ausbricht, soll es an der Ausbreitung gehindert werden. Man versucht es klein zu halten, damit Personenrettung möglich ist und um es zu bekämpfen, das ist die Taktik.

Feuer lässt sich nicht verhindern, aber falls es ausbricht, soll es an der Ausbreitung gehindert werden. Man versucht es klein zu halten, um es zu bekämpfen, das ist die Taktik.
Brandschaden an einem Antennenmast

Was für Projekte nehmen sie gerade an? Und welche sollen es in Zukunft sein?

Ehrlich gesagt ist alles am Brandschutz spannend. Absolut alles. Selbst die Bewertung eines Dachflächenfensters bei einem Wohngebäude. Von dieser kleinen Aufgabenstellung geht es bis zur Bewertung von Großprojekten. Das Spannende ist die Auslegung der Vorschriften und damit die Frage: Was hat sich der Gesetzgeber hier als Schutzziel vorgestellt?

Brandschaden nach Großbrand

Wohin wird sich Brandschutz bei ZM-I Fire + Risk entwickeln?

Mittelfristig wollen wir Brandschutzingenieurmethoden in die tägliche Arbeit einbringen. Die Modellierung von Brandszenarien mit modernen digitalen Methoden wird in Zukunft ein wichtiger Baustein sein. Entscheidend ist der Austausch. Wir haben es mit vielen Vorschriften zu tun. Und mit vielen Änderungen. Das heißt, man muss sich regelmäßig fortbilden und schauen, was sich geändert hat. Dazu kommt das dritte Thema: Einzelne Behörden haben durchaus unterschiedliche Ansichten. Damit alle im Team auf dem gleichen Level sind, muss man sich regelmäßig austauschen. Der interne Austausch ist sehr wichtig.

Auf was kann der Kunde bei ZM-I Fire + Risk bauen?

Auf das Vertrauen. Brandschutz ist Vertrauenssache.