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ZM-I
Brandschutz

Bauliche Anlagen müssen so errichtet, geändert und instand gehalten werden, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gefährdet wird. Für uns bedeutet das, durch geeignete Maßnahmen der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorzubeugen.

Bedeutung des Brandschutzes für den Bauherrn

Der konstruktive Brandschutz ist neben dem vorbeugenden Brandschutz elementar für den Schutz von Menschenleben im Brandfall.

Jede bauliche Anlage in Deutschland unterliegt den Brandschutzanforderungen der Länder, die auf der Musterbauordnung (MBO) basieren. In Bayern ist dies z.B. die Bayerischen Bauordnung (BayBO). Je nach Gebäudeklasse gibt es unterschiedliche Anforderungen. Generell legt Art. 12 (BayBO) fest: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.“  Genauer werden diese Vorgaben in verschiedenen weiteren Vorschriften und Anforderungen an die Bauausführung festgehalten.

Konkret heißt dies: der Bauherr ist für den Brandschutz verantwortlich und muss für die Erfüllung dieser Verpflichtungen sorgen.


Als Partner im Bereich Brandschutz steht ZM-I Ihnen sowohl im vorbeugenden Brandschutz als auch im konstruktiven Brandschutz zur Seite.

Vorbeugender Brandschutz

Der vorbeugende bauliche Brandschutz beinhaltet konzeptionelle Maßnahmen und den anlagetechnischen Brandschutz. Hier sind die sogenannten Schutzziele der Musterbauordnung oberstes Gebot. Das bedeutet konkret: die Nutzer eines Gebäudes müssen im Brand- und Verrauchungsfall schnell fliehen können (erstes Schutzziel).

Es müssen immer zwei Rettungswege vorhanden und gut nutzbar sein. Hierfür sind bauliche Voraussetzungen zu schaffen, z.B. eine vorvorgegebene Breite und Länge der Rettungswege oder gut passierbare Türen mit bestimmten Anforderungen. Zudem haben die einzelnen Bauteile eines Gebäudes (hierzu gehören Wände und Decken) gesetzlich vorgegebene Feuerwiderstände zu erfüllen. Hier kommt dann später der konstruktive Brandschutz ins Spiel.

Zum anlagentechnischen Brandschutz (ebenfalls Inhalt im vorbeugenden Brandschutz) gehören z.B. Brandmeldeanlagen und Löschanlagen.

Im Brandschutznachweis werden alle erforderlichen Anforderungen, in Plänen visualisiert und je nach Bauteil einzeln benannt. Um einen solchen Nachweis zu erstellen, benötigt ein/e Bauingenieur/in eine spezielle Qualifikation, die Berufserfahrung und eine Prüfung umfasst und wird dann in einer eigenen Liste der Bayerischen Ingenieurekammer Bau geführt.


Konstruktiver Brandschutz

Unter konstruktivem Brandschutz versteht man alle baulichen Maßnahmen, welche im Brandfall die Standsicherheit bei tragenden und aussteifenden Bauteilen gewährleisten.

Die Nachweise des konstruktiven Brandschutzes umfassen tabellarische Nachweise genauso wie rechnerische Nachweisverfahren. Zu den rechnerischen Nachweisverfahren gehören z.B. das vereinfachte Verfahren der Zonenmethode sowie die komplexen Rechenmethoden und das Rechenverfahren der allgemeinen Heißbemessung. Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Anwendung von komplexen Naturbrandmodellen.



Beispiel zur Visualisierung der Untersuchung zur Feuerwiderstandsdauer tragender Geschossdecken (Auszug aus einem ZM-I Brandschutzbericht des konstruktiven Brandschutzes)



Beispiel zur Modellierung der Temperaturverteilung im Querschnitt nach einer Branddauer von 90 Minuten bei einer Einwirkung der Einheitstemperaturkurve (ETK)

ZM-I als Berater im Brandschutz

ZM-I verfügt über zwei eingetragene Nachweisberechtigte für Brandschutz mit langjähriger Erfahrung – egal ob Stahl, Stahlbeton oder Beton. Mittlerweile stellt ZM-I seine Erfahrung und Kompetenz auch der Technischen Universität München zur Verfügung. Herr Dr. Müller ist seit 2007 Lehrbeauftragter im Bereich des konstruktiven Brandschutzes an der Universität.

Unser Engagement und unsere Tätigkeiten in Normen- und Sachverständigenausschüssen gewährleisten uns Zugriff auf den neuesten Wissensstand in diesem Bereich. Zudem beteiligen wir uns aktiv an der Weiterentwicklung von Nachweisverfahren (siehe unsere Veröffentlichung zum Brandschutz von A. Müller und C. Unterbuchberger). Wir sind damit in der Lage, das volle Spektrum der Nachweisverfahren zielsicher anzuwenden. Zusätzlich profitieren unsere Auftraggeber von der engen Zusammenarbeit mit unseren hausinternen Spezialisten im Bereich Bauwerksprüfung – dem ZM-I Diagnostic-Team. Bei weiterreichenden Fragestellungen gibt es außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Schwab.