Frauen und Karriere

Männerberuf Ingenieurwesen? Nicht bei ZM-I!

Auch ohne Frauenquote líegt der Anteil unserer Mitarbeiterinnen bei 41%. Tendenz steigend. Steffi Kubiak M.Eng. leitet als Geschäftsführerin zusammen mit Dr. Markus Hennecke den Standort Nürnberg. Wir sprechen mit ihr über ihre Erfahrungen.

Das Ingenieurwesen ist absolute Vertrauenssache. Deshalb legen wir viel Wert auf hohe Fachkompetenz. Doch soziale Kompetenz ist für uns ebenso wichtig. Denn je anspruchsvoller die Projekte, desto wichtiger ist der intensive Austausch zwischen Projektpartnern. Und hier ist ein ausgewogener Mix aus Know-how, Internationalität aber auch Geschlecht mehr als nur politisch korrekt, es ist ein Erfolgsfaktor. Sprechen wir also über die Arbeit bei ZM-I mit unserer ersten weiblichen Geschäftsführerin:

Steffi, wie bist Du zu ZM-I gekommen?

Ein Personaldienstleister hat mich über ein soziales Netzwerk angesprochen. Darauf folgte ein erster echt interessanter Austausch mit Dr. Hennecke, der extra nach Nürnberg kam. Bei einem weiteren Interview in München wurde es dann so richtig konkret und ich habe mir gedacht: „Oh, das könntest Du ja echt machen!“ (lacht herzlich)

Schön, dass Du Dich für ZM-I entschieden hast!

Das war für mich, auch aus persönlichen Gründen, keine einfache Entscheidung. Aber Dr. Hennecke und ich waren einfach auf einer Wellenlänge, wo der gemeinsame Weg hinsichtlich des Aufbaus des Standortes Nürnberg hingehen soll. Das war der ausschlaggebende Punkt. Also haben wir vereinbart, dass wir uns erstmal kennenlernen und schauen, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt, indem ich die Büroleitung für den Standort Nürnberg übernehme. Inzwischen leite ich den Standort Nürnberg als Geschäftsführerin.

In Deinem Team in Nürnberg ist aber auch „Girl Power“ angesagt?

Genau. Wir haben tatsächlich am Standort  vier Frauen und einen Mann, Herr Dr.  Hennecke kommt regelmäßig zu uns und unterstützt die männliche Seite des Teams  (lacht). Es war nicht der Fokus ein  überwiegend weibliches Team aufzustellen, aber es ist natürlich sehr  interessant und witzig, dass es sich jetzt so ergeben hat.

Flexible Arbeitszeitmodelle und mobiles
Arbeiten helfen mir, Arbeit und Familie
sehr gut zu vereinbaren.

Wie unterstützt Dich ZM-I bei Deiner Doppelrolle als Mutter und Geschäftsführerin?

Ich glaube, wir haben ein Unternehmen, in dem sich Arbeit und Familie sehr gut vereinbaren lassen. Wir haben flexible Arbeitszeitmodelle und das mobile Arbeiten. Wenn beispielsweise die KiTa anruft, weil ich mein Kind abholen und in Quarantäne stecken muss, können wir hier sehr schnell drauf reagieren.

Berichte doch bitte mal ein wenig vom Aufbau des Standortes in Nürnberg.

Das letzte Jahr des Standort-Aufbaus in Nürnberg war zeitintensiv und nicht immer einfach, es hat viel Kraft gekostet. Begonnen habe ich in Nürnberg zunächst alleine. Ein Kollege ist einmal die Woche vorbeigekommen, um mir bestimmte Programme und Abläufe zu erklären, meine Kollegin Angelika Rudloff, sie ist Büroleiterin in Ingolstadt, hat mich bei der Einarbeitung super unterstützt und gemeinsam mit den Kollegen in München habe ich die ersten Projekte im Bereich Ingenieurbau bearbeitet. Inzwischen sind wir in Nürnberg schon vier MitarbeiterInnen und ein wirklich tolles Team. Es hat sich also gelohnt und ich würde es immer wieder machen!

Wir haben hier eine Kultur, die MitarbeiterInnen vom ersten Arbeitstag an unterstützt und integriert.

Du bist ja nicht nur Geschäftsführerin, sondern auch Mutter einer kleinen Tochter.

Ich glaube, dass viele denken, eine Führungsposition ist nicht vereinbar mit dem Mutter-Sein. Das finde ich persönlich sehr schade, denn man lernt so viel durch das Mutter-Sein, was sich positiv auf die Führungsrolle auswirkt. Ich zum Beispiel bin mittlerweile gelassener in Stress-Situationen. Aber es ist natürlich schon eine echte Herausforderung, Kind und Job unter einen Hut zu bringen, ob mit oder ohne Führungsposition.

Ich kann für mich aus meiner Rolle als Mutter und Geschäftsführerin viel für mich persönlich herausziehen.

2019 gegründet, arbeiten in Nürnberg heute vier IngenieurInnen. Diese werden durch unser agiles Netzwerk aus fünf weiteren Standorten unterstützt, so dass wir dem Anspruch der ZM-I Gruppe, anspruchsvolle Aufgabenstellungen ganzheitlich zulösen, gerecht werden.

Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

Da habe ich einige! Ich möchte den Standort Nürnberg stabilisieren und weiter ausbauen, zusätzliche Kunden gewinnen, interessante Projekte umsetzen, noch mehr Erfahrung in allen Bereichen sammeln. Und die Weiterentwicklung meines Teams liegt mir am Herzen. Ich bin sehr gespannt, was unsere Jung-IngenieurInnen noch alles auf die Beine stellen werden! Ich freue mich schon auf das, was kommt!