Soziales Engagement

Mangos für Bildung

Seit einigen Jahren unterstützt ZM-I jährlich den Verein „Hilfsfonds für Burkina Faso Westafrika e. V.“, der die leckersten Mangos und andere Früchte aus Burkina Faso importiert und mit dem Erlös Projekte vor Ort finanziert. Ein Gespräch mit Wolfgang Ritzinger, einem der ehrenamtlichen Mango-Organisatoren im Raum München.

Bau einer Berufsschule in Koudougou, Burkina Faso (Quelle: www.direkthilfe-burkina.de)

Was genau ist das Ziel Ihres Vereins?

Der Verein möchte in Burkina-Faso Schulen bauen, um auch dort jedem Menschen das Recht auf Bildung zu ermöglichen.

Warum setzen Sie persönlich sich für den Verein ein?

Ich glaube, auch durch meine Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund, dass man mit Bildung am meisten erreichen kann. Der Verein gewährleistet durch seine vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter*Innen, dass der Erlös und die Spenden wirklich vor Ort an den richtigen Stellen ankommen.

Was ist das Besondere an den Projekten? Und wie wird dadurch den Menschen vor Ort tatsächlich geholfen?

Es beginnt bei den Bauern, die erkennen, dass es sich lohnt, mit dem Verkauf der Mangos die Mango-Bäume zu unterhalten und zu pflegen und nicht abzuholzen.

Im Rahmen der Schulbauprojekte werden zuerst Brunnen gebaut, um sauberes Wasser zu fördern und damit deutlich Krankheiten zu vermindern. Die Schulausstattung mit Photovoltaik ermöglicht auch Abendunterricht für Erwachsene. An den Schulen werden Gärten gepflanzt, die Kinder übernehmen Baumpatenschaften, sähen, ernten und lernen dabei Verantwortung zu übernehmen. Und die gebauten Schulen selbst ermöglichen Bildung für Kinder und Erwachsene.

Grundschule in Boura, Burkina Faso (Quelle: www.direkthilfe-burkina.de)

Durch den Bau von Schulen und anderen Projekten wächst langsam eine Infrastruktur, die durch die Menschen vor Ort getragen wird.

Mangolieferung (Quelle: www.direkthilfe-burkina.de)

„Ich bekomme jedes Jahr mehr positive Feedbacks von Mango-Gourmets, die mir mitteilen, dass sie noch nie Mangos mit dieser Qualität und Geschmack hatten – eine Win-Win-Situation für alle :-)“

Wie kam die Verbindung zu ZM-I zustande?

… über spannende Netzwerke: Befreundete Ingenieure in Stuttgart engagieren sich seit Jahren für den Schulbau in Burkina-Faso mit Konzepten und Spenden in Zusammenarbeit mit dem Verein. Im Rahmen des Ingenieur-Netzwerks kamen dann Infos zu dem Hilfsprojekt an ZM-I und damit zu mir als eine der Anlaufstellen zu den Mangoaktionen in München. Ich freue mich immer sehr über die umfangreiche Mango-Bestellung von ZM-I und auch über die Spenden im Nachgang direkt an das Hilfsprojekt.

Wie kann man – als Privatperson oder Unternehmen – am besten unterstützen?

Über Mangokauf, Mitgliedschaft im Verein und Spenden. Mit dem Mangokauf werden die Bauern fair entlohnt, Brunnen, Schulen, Photovoltaik gebaut, Gärten und Plantagen angelegt, Spenden helfen natürlich zusätzlich und eine Mitgliedschaft ermöglicht durch planbare Beiträge Kontinuität der Projekte.

Verkaufsstationen (bevorzugt Baden-Württemberg) und weitere Verteilkontakte sind auf der Website www.direkthilfe-burkina.de zu finden oder zu erfragen.

Als Marmelade, Geschenk oder Urlaubserinnerung – unsere Mitarbeiter*Innen lieben die Mangos

„Ich koche daraus am liebsten Marmelade, damit wir das ganze Jahr über den feinen Mangogeschmack genießen können.“

Eva Karg, München

„Wenn ich beim Essen der saftigen Mangos meine Augen schließe, erinnert mich das an meinen letzten Urlaub.“

Johannes Altmann, Regensburg

„Die Mangos sind so lecker, dass wir sie jedes Jahr an Freunde in der Nachbarschaft verteilen. Wir freuen uns riesig, dass auch dieses Jahr wieder über 1.150 € aus der Mitarbeiterschaft als Spende zusammenkam und wir so einen kleinen Beitrag zur Unterstützung geben können.“

Christian Stettner, München

„Die ersten 5 kg Mangos habe ich von München mit dem Zug nach Hause „geschleppt“. Seitdem lieben wir die Mangos frisch oder als Marmelade in Nachtischen oder auf Frühstückssemmeln. Nach diesem ersten schweißtreibenden Heimtransport schickt uns ein guter Münchner Geist jedes Jahr ein Mango-Paket nach Ingolstadt.“

Franziska Geier, Ingolstadt

Hätten Sie´s gewusst?

Mangos werden seit 4.000 Jahren kultiviert und heute in tropischen und subtropischen Klimaregionen auf der ganzen Welt angebaut.

Burkina Faso heißt übersetzt „Land des aufrichtigen Menschen“.

Ist eine Mango reif, gibt ihre Schale schon auf leichten Fingerdruck nach. Vorsicht, nicht zu fest drücken, um Faulstellen zu vermeiden.

Ein Korb voller Mangos ist in Indien eine Geste der Freundschaft.

Mangos sind mit Cashew-Nüssen und Pistazien verwandt.

In Burkina Faso gibt es vier offiziele Landessprachen (Französisch, Mossi, Fula, Dioula). Insgesamt werden über 60 Sprachen gesprochen.

Mango ist die Nationalfrucht von Indien, Pakistan und den Philippinen und der Nationalbaum von Bangladesch.

Die Mangesorte aus Burkina Faso heißt Amelie und wird zwischen April und Mai geerntet.

Unreife Mangos am besten in Zeitungspapier einwickeln und an einem warmen Ort aufbewahren. In wenigen Tagen ist die Frucht deutlich gereift.

Die Einwohner von Burkina Faso nennt man Burkinabé.

Ein Mangobaum kann bis zu 300 Jahre lang Früchte tragen.

Das Nationalgericht von Burkina Faso heißt Tô und ist ein Brei aus Hirse- oder Maismehl, der mit einer Soße aus verschiedenen Gemüsesorten (gelegentlich auch Fleisch) gegessen wird.

Mangos gelten unter Buddhisten als heilig, da – der Legende nach – Buddha oft unter Mangobäumen geruht oder meditiert hat.

Mangos sind gut gegen hohen Blutdruck und helfen bei Eisenmangel.