Objekt- und Tragwerksplaner (m/w/d) Schwerpunkt Bauen im Bestand

Offene Stellen

Objekt- und Tragwerksplaner (m/w/d) Schwerpunkt Bauen im Bestand

ab sofort am Standort Dresden

ZM-I ist ein unabhängiges, partnerschaftlich organisiertes Bauingenieurbüro für anspruchsvolle Projekte. Aus dem Standort München heraus ist die Gruppe kontinuierlich gewachsen und heute an mehreren Standorten deutschlandweit tätig. Die Unternehmen haben unterschiedliche regionale Tätigkeitsbereiche und fachliche Kompetenzen. Die ZM-I Gruppe beschäftigt insgesamt rund 140 Mitarbeiter (w/m/d).

An unserem neuen Standort in Dresden, der das Leistungsspektrum der ZM-I Gruppe mit den Schwerpunkten nachhaltiges Bauen sowie Bauen im Bestand ergänzt, suchen wir ab sofort einen Objekt- und Tragwerksplaner (m/w/d) Schwerpunkt Bauen im Bestand.

Cradle to Cradle ist kein Fremdwort für Sie? Das Thema Nachhaltigkeit ist Teil Ihres Mindsets? Sie haben Lust, in dieser neu geschaffenen Stelle unseren Standort bei allen anfallenden Aufgaben mit auf- und auszubauen? Dann sollten wir uns unbedingt kennenlernen!

Ihre Aufgaben
  • Tragwerksplanung im Bereich von Bestandsbauwerken
  • Erstellung und Entwicklung von Entwürfen und Genehmigungsstatiken für Bestandsgebäude sowie Umbauten im Rahmen von Instandsetzungen
  • Entwicklung und Bemessung von bauzeitlichen Hilfsmaßnahmen
  • Koordinierung und eigenständige Erstellung von Ausführungsplänen
  • Bewertungen zum konstruktiven Brandschutz
  • Zuarbeit und ggf. Erstellung von Ausschreibungen
  • Betreuung der Ausführung von Baumaßnahmen
Ihr Profil
  • Bauingenieurstudium (Dipl.-Ing./Master)
  • Mehrjährige (mind. 5 Jahre) Berufserfahrung im Bereich Tragwerksplanung
  • Praktische Erfahrung im Bereich Objektplanung ist willkommen
  • Starke Affinität und Erfahrung im Bereich Bauen im Bestand
  • Selbstständige, verantwortungsbewusste Arbeitsweise sowie fachübergreifende, vernetzte und offene Denkweise
  • Erfahrung als Ansprechpartner (w/m/d) in der Kommunikation mit BauherrInnen und Projektbeteiligten
  • Eintragung in der Liste der qualifizierten Tragwerksplaner ist von Vorteil
  • Führerschein Klasse B
Unser Angebot
  • Anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben von Anfang an
  • Flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten
  • Offene und kollegiale Unternehmenskultur
  • Hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten durch das firmeninterne Fortbildungsprogramm „ZM-I Campus“
  • Freiräume für unkonventionelle Ideen und nachhaltige Konzepte
  • Persönliche sowie berufliche Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten
  • Aktive Mitarbeit beim Aufbau des Standortes in Dresden
  • Leistungsgerechte Vergütung und zahlreiche Arbeitgeberleistungen

Bitte senden Sie uns Ihre vollständige Bewerbung unter Angabe der Referenznummer 2021/08 online über unser Bewerbungsportal. Über folgenden Button gelangen sie zum Bewerbungsformular:

 

Männerberuf Ingenieurwesen? Nicht bei ZM-I!

Männerberuf Ingenieurwesen? Nicht bei ZM-I!

Frauen und Karriere

Männerberuf Ingenieurwesen? Nicht bei ZM-I!

Auch ohne Frauenquote líegt der Anteil unserer Mitarbeiterinnen bei 41%. Tendenz steigend. Steffi Kubiak M.Eng. leitet als Geschäftsführerin zusammen mit Dr. Markus Hennecke den Standort Nürnberg. Wir sprechen mit ihr über ihre Erfahrungen.

Das Ingenieurwesen ist absolute Vertrauenssache. Deshalb legen wir viel Wert auf hohe Fachkompetenz. Doch soziale Kompetenz ist für uns ebenso wichtig. Denn je anspruchsvoller die Projekte, desto wichtiger ist der intensive Austausch zwischen Projektpartnern. Und hier ist ein ausgewogener Mix aus Know-how, Internationalität aber auch Geschlecht mehr als nur politisch korrekt, es ist ein Erfolgsfaktor. Sprechen wir also über die Arbeit bei ZM-I mit unserer ersten weiblichen Geschäftsführerin:

Steffi, wie bist Du zu ZM-I gekommen?

Ein Personaldienstleister hat mich über ein soziales Netzwerk angesprochen. Darauf folgte ein erster echt interessanter Austausch mit Dr. Hennecke, der extra nach Nürnberg kam. Bei einem weiteren Interview in München wurde es dann so richtig konkret und ich habe mir gedacht: „Oh, das könntest Du ja echt machen!“ (lacht herzlich)

Schön, dass Du Dich für ZM-I entschieden hast!

Das war für mich, auch aus persönlichen Gründen, keine einfache Entscheidung. Aber Dr. Hennecke und ich waren einfach auf einer Wellenlänge, wo der gemeinsame Weg hinsichtlich des Aufbaus des Standortes Nürnberg hingehen soll. Das war der ausschlaggebende Punkt. Also haben wir vereinbart, dass wir uns erstmal kennenlernen und schauen, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt, indem ich die Büroleitung für den Standort Nürnberg übernehme. Inzwischen leite ich den Standort Nürnberg als Geschäftsführerin.

In Deinem Team in Nürnberg ist aber auch „Girl Power“ angesagt?

Genau. Wir haben tatsächlich am Standort  vier Frauen und einen Mann, Herr Dr.  Hennecke kommt regelmäßig zu uns und unterstützt die männliche Seite des Teams  (lacht). Es war nicht der Fokus ein  überwiegend weibliches Team aufzustellen, aber es ist natürlich sehr  interessant und witzig, dass es sich jetzt so ergeben hat.

Flexible Arbeitszeitmodelle und mobiles
Arbeiten helfen mir, Arbeit und Familie
sehr gut zu vereinbaren.

Wie unterstützt Dich ZM-I bei Deiner Doppelrolle als Mutter und Geschäftsführerin?

Ich glaube, wir haben ein Unternehmen, in dem sich Arbeit und Familie sehr gut vereinbaren lassen. Wir haben flexible Arbeitszeitmodelle und das mobile Arbeiten. Wenn beispielsweise die KiTa anruft, weil ich mein Kind abholen und in Quarantäne stecken muss, können wir hier sehr schnell drauf reagieren.

Berichte doch bitte mal ein wenig vom Aufbau des Standortes in Nürnberg.

Das letzte Jahr des Standort-Aufbaus in Nürnberg war zeitintensiv und nicht immer einfach, es hat viel Kraft gekostet. Begonnen habe ich in Nürnberg zunächst alleine. Ein Kollege ist einmal die Woche vorbeigekommen, um mir bestimmte Programme und Abläufe zu erklären, meine Kollegin Angelika Rudloff, sie ist Büroleiterin in Ingolstadt, hat mich bei der Einarbeitung super unterstützt und gemeinsam mit den Kollegen in München habe ich die ersten Projekte im Bereich Ingenieurbau bearbeitet. Inzwischen sind wir in Nürnberg schon vier MitarbeiterInnen und ein wirklich tolles Team. Es hat sich also gelohnt und ich würde es immer wieder machen!

Wir haben hier eine Kultur, die
MitarbeiterInnen vom ersten Arbeitstag an unterstützt und integriert.

Du bist ja nicht nur Geschäftsführerin, sondern auch Mutter einer kleinen Tochter.

Ich glaube, dass viele denken, eine Führungsposition ist nicht vereinbar mit dem Mutter-Sein. Das finde ich persönlich sehr schade, denn man lernt so viel durch das Mutter-Sein, was sich positiv auf die Führungsrolle auswirkt. Ich zum Beispiel bin mittlerweile gelassener in Stress-Situationen. Aber es ist natürlich schon eine echte Herausforderung, Kind und Job unter einen Hut zu bringen, ob mit oder ohne Führungsposition.

Ich kann für mich aus meiner Rolle als Mutter und Geschäftsführerin viel für mich persönlich herausziehen.

2019 gegründet, arbeiten in Nürnberg heute vier IngenieurInnen. Diese werden durch unser agiles Netzwerk aus fünf weiteren Standorten unterstützt, so dass wir dem Anspruch der ZM-I Gruppe, anspruchsvolle Aufgabenstellungen ganzheitlich zulösen, gerecht werden.

Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

Da habe ich einige! Ich möchte den Standort Nürnberg stabilisieren und weiter ausbauen, zusätzliche Kunden gewinnen, interessante Projekte umsetzen, noch mehr Erfahrung in allen Bereichen sammeln. Und die Weiterentwicklung meines Teams liegt mir am Herzen. Ich bin sehr gespannt, was unsere Jung-IngenieurInnen noch alles auf die Beine stellen werden! Ich freue mich schon auf das, was kommt!

Neubau und Denkmalschutz – Wand an Wand in der Innenstadt

Neubau und Denkmalschutz – Wand an Wand in der Innenstadt

Objekt- und Tragwerksplanung

Neubau und Denkmalschutz – Wand an Wand in der Innenstadt

Abbruch und Neubau in denkmalgeschützter Innenstadtlage. Das bedeutet höchste Anforderungen an Bauwerksüberwachung und Statik. Ein Gespräch mit Projektleiter Dipl.-Ing. Guo Zhao.

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Bauüberwachung an der Baustelle Prannerstraße 4 in München (Stand Februar 2021)

Die Prannerstraße mitten im Zentrum von München: Direkt gegenüber dem Bayerischen Hof eine elf Meter tiefe Baugrube, Wand an Wand zu einer Nachbar-Baustelle. Hier muss alles reibungslos ablaufen. Technische Kenntnisse und Soft Skills sind gleichermaßen gefragt: zuhören können, entscheiden, delegieren.

Die Prannerstraße liegt mitten in München und bietet einen heterogenen Mix aus Nachkriegsbauten und historischen Fassaden. Welches Projekt beschäftigt Sie hier?

Ein neues Büro- und Geschäftshaus samt dreigeschossiger Tiefgarage. Zunächst brechen wir den bestehenden Gebäudekomplex ab und errichten dann den Neubau, Wand an Wand zu einem denkmalgeschützten Haus, das selbst umgebaut wird.

Also ein besonderer Fall für das Diagnostic-Team?

Genau. Die Bauwerksuntersuchung musste klären, ob es Abhängigkeiten gibt zwischen unserem Baufeld und den Nachbarn. An der Ostgrenze des Baufeldes entsteht hinter den denkmalgeschützten Fassaden an der Kardinal-Faulhaber-Straße und des Palais Neuhaus-Preysing nämlich ein Hotel.

Was hat die Untersuchung ergeben?

Sie ergab eine ziemliche Überraschung. Normalerweise geht man davon aus, dass jedes Gebäude innerhalb der eigenen Grundstücksgrenze gebaut wurde, das ist hier nicht der Fall. Teile des denkmalgeschützten Bestandes – seine Gründung – stehen in unserem Baufeld. Daher wurden Bohrpfahlwände in diesen Bereichen in Abstimmung mit den Bauherrn nach Innen eingerückt.

Visualisierungen: Diener & Diener Architekten

Knifflig: ein neues Büro- und Geschäftsgebäude samt dreigeschossiger Tiefgarage Wand an Wand zu einem denkmalgeschützten Haus, das selbst umgebaut wird.

Und noch ein Architektenwechsel zwischen den Leistungsphasen.

Noch dazu: Teile des denkmalgeschützten Bestandes stehen in unserem Baufeld.

Welche Rolle spielt der Denkmalschutz?

Eine große. Der Nachbar soll ja stehen bleiben, wenn wir unsere Baugrube elf Meter in die Tiefe abgraben. Wir mussten die Bohrpfähle des Verbaus zurückankern, damit alles stehen bleibt, weil der Nachbar auch in die Tiefe geht. Statt schräge Verpressanker ankern wir gemeinsam horizontal zur Nachbarbaustelle durch und sprachen uns laufend mit unseren benachbarten Tragwerksplaner ab.

Visualisierungen: Diener & Diener Architekten

Was ist Ihr Fazit bei solch hochanspruchsvollen Baustellen?

Entscheidend war die enge Zusammenarbeit und präzise Absprache zwischen den Teams Tragwerksplanung für das Gebäude und Objektplanung für die Baugrube. Dazu brauchte es eine Verbindung aus hohem technischen Verständnis, einem guten Diagnostics-Team und einem offenen Dialog zwischen allen Ingenieuren – auch mit denen der Nachbarbaustelle.

Das war sicher nicht alles …

… dazu kam ein Architektenwechsel zwischen den Leistungsphasen. Es gab zwar Planunterlagen, aber auch Details, die noch nicht so ausführlich im Plan vermerkt waren. Mit jedem Wechsel geht Wissen verloren, da ist es gut, wenn man Details erneut diskutiert und bespricht, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Gut, wenn man von der Bauwerksuntersuchung über die Tragwerksplanung bis zur Objektplanung für Baugruben alles im Haus hat.