Wirklich nachhaltig bauen

Wirklich nachhaltig bauen

Bauen im Bestand | Tragwerksplanung

Wirklich nachhaltig bauen

Nachhaltigkeit entsteht immer dann, wenn Planer offen miteinander sprechen. Peter Lenz über die Verbindung von High-Tech und gelebter Kommunikation.

Innenhof, Elementum, München
© Herzog & de Meuron

Das Münchner Projekt Elementum der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron stellt höchste Anforderungen an Bauteiluntersuchung und Statik. Der 30 Jahre alte Bestandsbau steht direkt über zwei U-Bahn-Tunneln und soll Maßstäbe setzen in Sachen Recycling und Baukultur.

Wie ist es, mit Herzog & de Meuron zusammenzuarbeiten?

Spannend. Die Schweizer sind für ihre außergewöhnliche Architektur bekannt, mit besonderer Detailtiefe und einem hohen Grad der Ausarbeitung. Bewundernswert ist, wie sie vielfältige Varianten studieren und bereit sind, bereits Erarbeitetes zu Gunsten einer besseren Variante zu hinterfragen und zu ersetzen.

Herzog & de Meuron: außergewöhnliche Architektur; besondere Detailtiefe; hoher Grad der Ausarbeitung.
Visualisierung: Herzog & de Meuron

Beim Hinterfragen treffen Sie sich…

…in der Tat, wir wollen die optimale Lösung errechnen. Dabei fragen wir uns immer: Was ist das Ziel der Architekten? Und wie können wir es erreichen? Dann treten wir in den Dialog, sprechen beispielsweise über freigeschnittene Bewehrungsenden und andere unkonventionelle Lösungen. Entscheidend ist der Dialog aller Beteiligten.

ZM-I: die optimale Lösung als Ziel; der Dialog mit allen Beteiligten; Statik auf Basis architektonischer Ideen

Übersetzen Sie architektonische Ideen in Statik?

Statik wächst gewissermaßen bei der Erarbeitung architektonischer Ideen im Dialog mit den Architekten. Jeder muss die Belange der Planungspartner würdigen und bereit sein, Kompromisse einzugehen.

Kompromisse, aber keine Abstriche bei der Qualität…

Genau. Für das Tragwerk bleibt Sicherheit das Wichtigste.

Wären Sie Eiskunstläufer, ginge es um einen doppelten Axel mit Toeloop.

So ungefähr. Der Bestandsbau verlangt Sanierungsmaßnahmen an bestehenden Bauteilen, Ertüchtigungen hinsichtlich des Brandschutzes und der Tragfähigkeit. Als Grundlage für die Planung wird der Zustand der Bestandsbauteile durch unsere „Diagnostic“ geprüft.

…und trotzdem den zukünftigen Nutzer hochwertige Flächen zur Verfügung zu stellen
Die Grundidee: möglichst viel bestehende Bausubstanz erhalten…

Konkret: Welche Probleme oder speziellen Aufgaben lösen Sie beim Elementum nahe dem Münchner Hauptbahnhof?

Das Projekt setzt auf einer rund 30 Jahre alten Gebäudestruktur auf. Nachhaltigkeit steht dabei stark im Fokus. Die Grundidee besteht darin, möglichst viel bestehende Bausubstanz, im Sinne der Ressourcenschonung und CO2-Bilanz, zu erhalten und trotzdem den zukünftigen Nutzer hochwertige Flächen zur Verfügung zu stellen. Alle Arbeiten müssen unter Beachtung des statischen Korsetts des Bestandes erfolgen, wobei der U-Bahn-Betrieb direkt unter der Baustelle weitergeht.

Was kann die Abteilung Diagnostic? Und
was macht sie besonders?

Diagnostik hinterfragt einfach alles. Das sind Spezialisten, die nichts anderes tun als Bauwerksuntersuchung. Sie stellen den Zustand messerscharf dar. Wie medizinische Diagnostiker mit einem CT. Wir durchleuchten das Bauwerk umfassend.

Das Gebäude ist ein Manifest des Recyclings.

Dieser Ansatz ist zentraler Entwurfs- und Wettbewerbsgedanke. Durch den Erhalt der überwiegenden Bausubstanz, der beiden Untergeschosse sowie von drei Obergeschossen, wird der Grundsatz Re-Use verfolgt. Das reduziert den Abtransport der Abbruchmaterialien. Soweit möglich, werden Abbruchmaterialien für den Neubau wiederverwendet.

Grundstatz der Architekten: Re-Use

Was sind die größten Herausforderungen
beim Bauen im Bestand?

Neben der Frage nach einer belastbaren Bestandsdokumentation stellt die  Entwicklung der Bau- und Baustofftechnik, der Normen und Sicherheitsaspekte eine Herausforderung dar: Inwieweit genügt das Gebäude den aktuellen Bauvorschriften und den Anforderungen an die Nutzung? Beim Bauen im Bestand tauchen in der Ausführung Unwägbarkeiten auf, da die Bestandssituation gegebenenfalls nicht der Plansituation entspricht. Deshalb ist beim  Bauen im Bestand vor allem eine hinreichende Zustandserfassung erforderlich. Und das übernimmt unsere „Diagnostic“.

Visualisierung: Herzog & de Meuron

Welche Teams sind beteiligt?

Wir sind Teil des Generalplanerteams. Für die Fachdisziplin Tragwerksplanung/Statik bilden wir mit unseren Kollegen der Schnetzer Puskas Ingenieure AG eine Ingenieurgemeinschaft, ein Team im Team. Zudem sind wir für Spezialaufgaben zuständig, etwa für die Sanierung und Ertüchtigung der Tiefgarage und für Fragen zur Bestandskonstruktion – vor allem zum tatsächlichen Zustand. Neben demTeam „Diagnostic“ und „Instandsetzung“ ist auch das „BIM-Team“ involviert, um die Abstimmung der einzelnen Fachmodelle zu begleiten und den Informationsaustausch im Team zu betreuen.

Unser Grundsatz: offen miteinander reden

Was macht das Projekt Elementum besonders?

Seine Komplexität. Beispielsweise wird das Gebäude von zwei U-Bahntunneln mit geringer Überdeckung unterfahren. Der hohe Abstimmungsbedarf zwischen allen Beteiligten spornt uns an. Es zeigt sich, wie wichtig die menschliche Komponente in solchen technischen Planungsprozessen bleibt. Nur durch ein Miteinander im Team lässt sich die Aufgabe erfolgreich lösen.

Also Dialog von Menschen trotz vieler Excel-Tabellen?

Unbedingt. Daten sind gut, aber wenn sie nicht zusammenpassen, liegt es oft daran, dass Menschen nicht miteinander reden. Offen und fair zu kommunizieren, das ist Teil unseres Unternehmensleitbildes. Wir sprechen Probleme vertrauensvoll und transparent an, auch wenn es unangenehm ist. Wir wollen schließlich Probleme lösen und keine Schuldigen suchen. Das ist Baukultur.

Das bieten nur wenige Büros

Das bieten nur wenige Büros

Angebote für Studierende

Das bieten nur wenige Büros

Als Studierender zum Praktikum bei ZM-I. Das heißt: voll eingesetzt in kollegialen Teams bei spannenden Projekten.

Dominik Posselt arbeitet als Werkstudent bei ZM-I im Bereich Hochbau. Der Masterstudent an der TUM war bereits 2017/2018 Trainee. Warum kam er zurück? Und was macht diese Tätigkeit so besonders?

Herr Posselt, was verbindet Sie mit ZM-I?

Eine lange gemeinsame Geschichte. Angefangen habe ich vor drei Jahren als Trainee: Ich wollte die Zeit zwischen Bachelor und Master nutzen um Erfahrung in der Arbeitswelt zusammeln. Dabei bin ich auf das Training on the Job Programm von ZM-I gestoßen, was in der Form nur wenige Büros bieten. Aus den anfänglich geplanten 3-4 Monaten wurden dann 9 Monate.

Hat es Ihnen so gut gefallen?

Mir hat es auf jeden Fall gefallen. Ich arbeitete in einem superkollegialen Team, hatte spannende und anspruchsvolle Aufgaben und war voll mit eingespannt. Das waren selbständige Tätigkeiten. Ich musste niemandem zuarbeiten, hatte Verantwortung bei größeren Projekten und habe viel gelernt.

Werden Sie für diese Lobeshymne eigentlich bezahlt?

Nein (lacht). Das ist wirklich so gewesen, ich arbeite ja gerade wieder hier als Werkstudent.

Angefangen habe ich vor drei Jahren als Werkstudent: Ich war Trainee on the job zwischen Bachelor und Master.

Wie sind Sie ursprünglich auf ZM-I gestoßen?

Über den Austausch mit Kommilitonen. Wenn man sich in der Uni so umhört, fallen meist die üblichen Namen unter den Ingenieursbüros. Über ZM-I habe ich nur Gutes gehört. Zeitgleich hatte ich mich bei zwei weiteren Büros beworben und hätte dort auch anfangen können, entschied mich aber für ZM-I, weil das Vorstellungsgespräch so sympathisch ablief.

Inzwischen heißt es ja „war for talents“: Studierende können sich die späteren Arbeitgeber aussuchen?

Aus Sicht der Studenten ist es ein großer Vorteil aus dem Vollen schöpfen zu können. Ich hoffe, dass die Nachfrage noch länger so bleibt. Die Firmen müssen natürlich auf der anderen Seite immer kreativer werden um neue Mitarbeiter anzuwerben.

Gibt es andere Werksstudenten in der Firma?

Insgesamt bestimmt zehn bis 15.

Was macht ZM-I besonders?

Dass es als großes Ingenieurbüro spannende Projekte weit über München hinaus betreut und sich einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat.

Hier besteht trotz der Größe eine kollegiale, fast freundschaftliche Atmosphäre.

Haben Sie einen Vergleich?

Nicht direkt. Das andere Büro, in dem ich arbeitete, war mit zwölf Mitarbeitern deutlich kleiner. Auch dort gefiel es mir sehr gut. Hier besteht trotz der Größe eine kollegiale, fast freundschaftliche Atmosphäre. Das ist schon besonders.

Sie betonen die Atmosphäre. Reicht das Gehalt als Maßstab nicht mehr?

Für mich ist es wichtig, dass das die Mischung aus Arbeitsatmosphäre, Gehalt und Aufgabenbereichen stimmt. Dabei spielt das Arbeitsumfeld natürlich eine große Rolle. Ich brauche etwas Spannendes.

Was verstehen Sie unter spannenden Aufgaben?

Anspruchsvolle, abwechslungsreiche und selbstständige Tätigkeiten. Ich muss nichts aus dem Keller holen, mir wird nichts zugeschoben, was andere nicht erledigen wollen.

Ich muss nichts aus dem Keller holen, mir wird nichts zugeschoben, was andere nicht erledigen wollen.

Was waren prägende Erfahrungen?

Definitiv die Weihnachtsfeiern, bei denen man mit allen Kollegen zusammenkommt und auch mal über andere Sachen redet als über die Arbeit. Und die Teamessen einmal im Monat. Oder wenn man nach dem Feierabend zusammensitzt, ein Bier trinkt und redet. Das hat vielleicht nicht direkt etwas mit der Arbeit zu tun, gehört aber auch zu einem guten Arbeitsumfeld dazu.

Prägende Erfahrungen?
Definitiv die Weihnachtsfeiern!

Was würden Sie anderen Kommilitonen raten?

Auf die Mischung aus Gehalt, Umfeld und Aufgabenbereich zu achten. ZM-I deckt mit dem Hoch- und Ingenieurbau, Brandschutz, Instandsetzung und weiteren Aufgabenfeldern viele Bereiche in der Planung ab und ist eine echt gute Adresse um sich weiterzuentwickeln und zu lernen.

Und nach dem Master planen Sie hier eine Festanstellung?

Ich werde Ende nächsten Jahres fertig, und es spricht nichts dagegen, hier anzufangen.

Interessierte Studierende können sich gerne an Sabine Rösch, Leiterin Human Ressources, direkt wenden unter sabine.roesch@zm-i.de

Sport und Spiele

Sport und Spiele

Unsere Aktivitäten

Sport und Spiele

Gemeinsam aktiv zu sein bildet die Grundlage unserer erfolgreichen Teamarbeit.

Eva Karg organisiert das Gemeinschaftsleben bei ZM-I: Den Familiennachmittag im Biergarten ebenso wie den Betriebsausflug. Ein Gespräch über den Wert von gelebter Gemeinschaft, Leberkäsrunden, monatliche Teamessen und den eigenen Sportverein.

Sie sind die Eventmanagerin bei ZM-I?

Sozusagen. Ich organisiere Teamevents und Veranstaltungen, die das Private fördern. Das sind im Jahr vier große Events, dazu unser monatliches Teamevent. Unsere Mitarbeiter sollen sich kennenlernen. Auch, weil wir weiter wachsen und immer mehr Standorte haben.

Was kommt besonders gut an?

Besonders beliebt ist unsere Weihnachtsfeier mit den jeweiligen Partnern, dazu gibt es den Familientag, da gehen wir gemeinsam mit den Familien in den Biergarten. Und nicht zu vergessen: der Gang zur Wiesn.

Warum mit Partner/in?

Wir reden in der Firma eben auch über Privates, und da ist es schön, die Partnerin oder den Partner zu kennen. Unsere Mitarbeiter mit Kindern sind vom Familientag sehr angetan. Wir haben klein angefangen und immer großen Wert darauf gelegt, auch das Private und die Familie nicht außen vor zu lassen. Das jährliche Treffen bestärkt die Verbindung. Es geht um mehr als nur gute Arbeitsbedingungen zu bieten, es ist schön, wenn unsere Mitarbeiter miteinander denken und füreinander arbeiten.

Da kommt ganz schön viel zusammen. Familiennachmittag, Leberkäsrunde, monatliches Teamessen. Dazu die Weihnachtsfeier. Wie ist so die Stimmung?

Entspannt. Das monatliche Teamessen oder der Leberkäs-Freitag sind ein schöner Einstieg für alle, die neu in der Firma sind. Sie lernen andere Teams kennen und tauschen sich etwa am Leberkäs-Freitag locker in der Küche aus.

Gibt es auch vegetarisches Essen am Freitag?

Natürlich. Früher gab es ganz traditionell um 10 Uhr Leberkäs, inzwischen auch Käsesemmeln, Butterbrezen oder einmal sogar türkische Spezialitäten. Jeder ist einmal im Jahr dran, den Leberkäs zu holen und aufzubacken. Die Küchenzeit wird von der Geschäftsführung gesponsert.

Kleine Dinge sind ja oft entscheidend, guter Kaffee zum Beispiel …

… und der ist kostenlos bei uns, wie das Obst, das wir zweimal die Woche anbieten. Wir haben sehr guten italienischen Kaffee, zwei Vollautomaten und seit Neuestem eine Siebträgermaschine. Dort treffen sich viele Kollegen.

Lässt sich das Betriebsklima durch gemeinsame Aktivitäten eigentlich verbessern?

Ich denke schon, man muss sich wohlfühlen im Team und in der Firma. Wenn jeder nur die Arbeit absolviert und am Freitag wieder geht, ist das ein anderes Gefühl, als wenn man nach der Arbeit im Teamessen zusammensitzt. Das wird lockerer, entspannter. Die Uhrzeit können die beiden jeweiligen Teams natürlich frei festlegen, ob in einer verlängerten Mittagspause oder abends, weil man da länger zusammensitzen kann.

Natürlich gibt es den Betriebsausflug – was bieten Sie da?

Meistens eine Mischung aus Action, Kultur und gutem Essen. Zuerst schauen wir uns ein laufendes (Bau) Projekt von uns an oder auch eine neu gegründete Niederlassung/ einen neuen Bürostandort. Vor vier Jahren waren wir im damals neugegründeten Büro in Waging, danach im Schloss Herrenchiemsee und im Klettergarten. Abends sind wir auf die Kampenwand, haben gegessen und übernachtet. Vor zwei Jahren ging es ins Regensburger Büro, das Jubiläum feierte, anschließend ging es zur Schlossführung bei Thurn und Taxis und auf eine Stadt-Rallye, bei der verschiedene Teams Sehenswürdigkeiten finden mussten. Abends, auf einer Flusskreuzfahrt, wählten wir das Gewinner-Team anhand von den besten Gruppenselfies.

Sie investieren ziemlich viel in den Zusammenhalt.

Der wird sehr geschätzt, unser Betriebsausflug findet alle zwei Jahre statt, und wir legen auch Wert auf kulinarisch gute Abendessen.

Beim gemeinsamen Sport können das alle wieder abtrainieren.

Wir haben sogar einen eigenen Sportverein, den ZM-I Sports e. V.: Da gibt es Lauf- und Rad- Wettbewerbe, Yoga, Bowling, Wandern, Ski laufen und Fußball. Und wer neue Ideen hat, kann sich gerne einbringen. Es können sogar Freunde und Familie mitmachen. 

Und alle machen mit?

Ja, von 100 vielleicht 97. Für alle anderen finden wir ein Alternativ-Programm.

Wie funktioniert die „bewegte Pause“?

Einmal jährlich gibt es den Gesundheitstag mit einer/m externen Trainer/in. Sie zeigen Übungen, wie man etwa am Arbeitsplatz den Nacken entspannen kann oder Augenübungen. Daraus entstand die bewegte Pause. Wir treffen uns jeden Donnerstag um 10:30 Uhr und machen gemeinsame Übungen: kurz den Kopf freikriegen, etwas entspannen. Kraft tanken. Aktuell machen wir das online.

Ausflüge, Sport, Gemeinsamkeiten. Erinnert eher an große Unternehmen …

Unsere Geschäftsführung ist da sehr modern und legt großen Wert auf ein Miteinander. Zufriedene Mitarbeiter/innen sind einfach effektiver. Wir versuchen trotz Wachstum das Familiäre beizubehalten. Atmosphäre ist einfach wichtig.

Und Corona?

Das ist wirklich eine Herausforderung. Die Weihnachtsfeier wurde als Homecooking Live-Event durchgeführt mit Zuschaltungen und Beiträgen der Geschäftsführer und Mitarbeiter. Wir arbeiten an weiteren neuen Formaten und hoffen auf die Zeit danach.

Auf sicherer Basis

Auf sicherer Basis

Über ZMH Prüfingenieure

Auf sicherer Basis

Unsere Prüfingenieure verbürgen Sicherheit am Bau. Dank Vier-Augen-Prinzip und modernster digitaler Werkzeuge verbinden sie Qualität und Effizienz bei größtmöglicher Transparenz.

Dr.-Ing. Christian Stettner, Dr.-Ing. Peter Lenz, Dr.-Ing. André Müller, Dr.-Ing. Markus Hennecke, Dipl.-Ing. Wolfgang Niedermeier, Dr.-Ing. Gregor Hammelehle (von links nach rechts)

Seit 1997 bildet die baustatische Prüfung die Basis unseres Unternehmens. Sechs Prüfingenieure übernehmen Projekte unterschiedlichster Größe und Disziplinen. Sie bilden mit Ihren Kompetenzen das Vier-Augen-Prinzip. Neueste Softwareprogramme unterstüzen den Prozess bis hin zum vollständig digitalen Prüfprojekt.

Kernkompetenz baustatische Prüfung

Die baustatische Prüfung von Bauwerken stellt bei uns eine Kernkompetenz, die wir seit 1997 konsequent ausbauen. Augenblicklich arbeiten sechs Prüfingenieure zusammen. Sie vereinen die Fachrichtungen Massivbau und Metallbau sowie den Fachbereich Massivbau für das Eisenbahn-Bundesamt. Zahlreiche Großprojekte aus dem Brücken-, Hoch-, Ingenieur-, Industrie- und U-Bahnbau dokumentieren unsere lange Erfahrung. Unterstützt werden wir von einem leistungsstarken und erfahrenen Team von Ingenieuren/innen der ZM-I Gruppe.

Unsere Prüfingenieure vereinen die Fachrichtungen Massivbau und Metallbau sowie den Fachbereich Massivbau für das Eisenbahn-Bundesamt

Digitalisierung als Chance

Wir entwickeln uns ständig weiter. Digitalisierung sehen wir als große Chance, die über Werkzeuge wie das BIM (Building Information Modeling) weit hinausreicht. Daher entwickeln wir seit über zehn Jahren Methoden zur digitalen baustatischen Prüfung – vom eigenen Planmanagementsystem mit systematischer Abbildung von Prüfläufen über die digitale Prüfung bis hin zur digitalen Signatur.

„Prüfingenieure entwickeln wir selbst, da hilft unsere Struktur der kleineren Einheiten, in denen wir Mitarbeiter leichter zu Partnern machen können.

Wir verstehen uns nicht nur als Prüfer, sondern vielmehr als Berater und als Ansprechpartner für bautechnische Fragen – sowohl im hoheitlichen als auch im privatwirtschaftlichen Auftrag.

Integrität ist das Fundament für alles

Integrität ist das Fundament für alles

Unser Leitbild

Integrität ist das Fundament für alles

Gerade in schwierigen Zeiten bieten Leitbilder und Markenwerte Orientierung. Sie schützen unser wichtigstes Gut: Vertrauen der Auftraggeber in unsere Leistung.

Unsere Haltung ist anspruchsvoll, unser Stil unkompliziert, unsere Leistung führend.

Geschäftsführender Gesellschafter André Müller über Leitbilder und die Kunst, ein wachsendes Unternehmen zu führen.

Wenige Ingenieurbüros haben sich so intensiv mit der eigenen DNA auseinandergesetzt wie Sie. Warum haben Sie für sich ein Leitbild formuliert und Energie in Ihre Unternehmenswerte gesteckt?

Dahinter steht der Wille zu gestalten, die Freude zu verändern und Neugierde, etwas Neues zu beginnen. Wir wollen uns mit der Zukunft, der kommenden Generation, befassen. Einem Leitbild entgegenzustreben bedeutet insofern nachhaltig zu handeln. Auch wenn das ein vielstrapazierter Begriff ist.

Unser Leitbild manifestiert unseren Willen, unsere Zukunft zu gestalten.

Dr.-Ing. André Müller über Werte und Zukunft des Unternehmens

Ist das die Perspektive des Ingenieurs?

Durchaus. Man wird Ingenieur, weil man gestalten will, zunächst im technischen Sinn, heute auch im unternehmerischen. Wir können eben nicht nur rechnen, es geht um den Kontext. Wir haben einen anderen Anspruch an unser Gegenüber und die Umwelt. Bauen ist ein soziologisches Thema, wir wollen die Welt unabhängig machen von fossilen Brennstoffen, und etwa die Wahl der richtigen Baustoffe gehört zu diesem Wandel. Da wird es ganz neue Investitionen in nachhaltige Produkte geben müssen. Und ich finde es immer wieder faszinierend, wie Architekten und Bauherren uns zu Höchstleistungen motivieren.

Da wären wir bei einem der Markenwerte: anspruchsvoll. Sie haben das Bauen als komplexe Aufgabenstellung beschrieben.

Es geht um den Willen zum Denken und zu Lösungen, die nicht auf der Hand liegen. Den Verweis, das hätte man schon immer so gemacht, mag ich gar nicht. Man muss alles neu denken, und zwar ständig. Dann geht es um konkrete Lösungen, die tatsächlich nachhaltig sind.

Unser Anspruch ist, zukunftsorientierte Lösungen zu finden und dafür alles immer wieder neu zu denken.

Interaktiv aufbereitete Daten

Zukunft heißt oft auch und vor allem digitale Zukunft. Wie steht es mit BIM? Wird es das Bauen revolutionieren?

Wir gehen mit Informationen anders um und können das Bauen anders organisieren. Digitalisierung ist nicht nur BIM, es geht um Prozesse insgesamt, nicht nur den digitalen Zwilling des Bauwerks. Prozesse im Büro werden sich verändern und auch Themen wie KI vordringen. Die Organisation selbst wird sich revolutionieren. KI kann uns von Routineaufgaben befreien, so dass wir kreativer arbeiten.

Der bessere Ingenieur ist also nicht der mit der größeren Erfahrung, sondern der, der kreativer an die Aufgabe herangeht?

Ich glaube tatsächlich, dass Kreativität eine große Rolle spielt, sie wird aber auch durch den Erfahrungsschatz möglich. Es geht immer darum, wie man mit Wissen umgeht, es hinterfragt und weiterentwickelt. Wenn wir uns mit Bauherren und Architekten auseinandersetzen, lehnen wir per se nichts ab, wir gehen dem Thema gerne nach und suchen Lösungen.

Anspruch heißt auch, sich gegenseitig zu fordern.

Brauchen Sie starke Gegenüber?

Ja. Das meine ich mit Anspruch. Auch wir haben Ansprüche an die Planungspartner, denn wir erarbeiten Lösungen auf Augenhöhe. Das macht Spaß, und wir wollen gefordert werden. Das Einfamilienhaus werden Sie bei uns nicht finden. Mich reizen Landmarks. Wir können modern sein und zugleich Tradition wahren. Man muss sich nur der Transformation stellen und etwa Mobilität anders gestalten: durchgängiger und nicht nur mit Fokus auf ein Verkehrsmittel.

Das wirkt offen und unkompliziert. Und dieser Markenwert findet sich ebenfalls bei Ihnen. Wie zeigt sich das in der täglichen Arbeit?

Man muss ich vom Klein-Klein lösen und neue Lösungen ermöglichen, ohne Scheuklappen und mit einem breiten Spektrum. Das unser Ziel.

Die Baugesetzgebung ist einen anderen Weg gegangen. Es wird komplexer.

Das ist unsere Chance als renommiertes Büro, mit unserem ganzen Know-how und mit einer transparenten Wissenskultur aufzutreten. Die Welt ist komplex, aber es geht um konkrete Entscheidungen, und die müssen wir angehen und können uns nicht hinter Paragrafen und Normen verstecken.

Komplexe Prozesse brauchen unkomplizierte Teamplayer.

Sie sprechen oft von „wir“, nichts geht ohne Team …

Absolut. Man darf sich nicht immer in den Vordergrund rücken, wir haben hier im Hause brillante Köpfe und viel Wissen. Die Kollegin hat es vielleicht schon viel besser gelöst, daher ist der Dialog wichtig. Zum Beispiel an der Kaffeemaschine, dort treffen wir uns spontan zu einem Erfahrungsaustausch, und zwar hierarchiefrei. Das macht uns agil. Wir wollen unkompliziert sein, ohne übertriebene Hierarchien, und alle Mitarbeiter sollen diese Markenidentität leben.

Wenn man die Wirtschaftsseiten aufschlägt, fallen viele Skandale ins Auge. Da wünschte man sich mehr Unternehmenswerte. Gerade der Ingenieurbau gründet auf Werten, auf Vertrauen …

Tatsächlich ist Integrität das Fundament für alles. Wertebasiert führen heißt auch, dass Kritik nicht unter den Tisch gekehrt wird, dass wir uns zusammensetzen und transparent und offen miteinander sprechen. Ich habe ein gläsernes Büro, die Tür steht immer offen. Es ist wichtig, dass wir Markenwerte leben.

Nachhaltig handeln heißt auch wertebasiert handeln.

Oder eben gar nicht mehr, weil es selbstverständlich geworden ist.

Das wäre in der Tat schön, wenn ich das erleben könnte. Aber die ideale, konfliktfreie und ressourcenschonende Welt ist schwer zu erreichen. Als Ingenieur versuche ich meinen Bereich zu gestalten – und es gibt nichts Ehrlicheres, als Lösungen auf physikalischen Axiomen – „Wahrheiten“ – aufbauen zu können. Die sind unumstößlich, wie einzelne unserer Markenwerte.